Chandra - braucht ruhiges Zuhause

 

 

 

Steckbrief

geboren:                                * 2005

Geschlecht:                            Hündin (kastriert)

Größe / Gewicht:                   50 cm / 17 kg

hundeverträglich:                  bedingt

katzenverträglich:                  nein

ableinbar:                               ja

alleine bleiben:                      ja

 

Chandra ist eine wunderschöne, kastrierte, ca. 5-jährige Mudi-Mix-Hündin (Mudis gehören zu den Hütehunden) mit einer Schulterhöhe von ca. 50 cm groß und einem Gewicht von ca. 17 kg. Wir suchen für sie ein neues Zuhause, weil die derzeitigen Besitzer beruflich und privat sehr eingespannt sind und somit nicht die Zeit für eine entsprechende Beschäftigung von Chandra haben, die aufgrund ihrer Rasse und persönlichen Erfahrungen besondere Ansprüche an ihr neues Zuhause stellt.

 

Chandra ist unglaublich gelehrig, verspielt, menschenbezogen, verschmust, absolut lieb, freundlich und äußerst anhänglich. Allerdings neigt sie dazu zu überdrehen und ist ein wenig stress- und geräuschempfindlich, was sie dann durch viel Nervosität und Unruhe äußert. Deshalb suchen für sie ein eher ruhiges Zuhause, wo es keine kleinen Kinder und nicht so viel Trubel gibt. Andere Haustiere (Katzen, Vögel, Kleintiere usw.) sollte es im neuen Zuhause auch nicht geben. Ihre neuen Besitzer sollten unbedingt über Hundeerfahrung, viel Geduld und ausreichend Zeit verfügen.

 

Da Chandra in der Vergangenheit mehrmals von anderen Hunden gebissen worden ist, möchte sie zurzeit mit fremden Artgenossen keinen Kontakt und verbellt sie, wenn sie sie trifft. Wir würden uns wünschen, dass ihre neuen Besitzer daran arbeiten, damit sie in Zukunft wieder mehr Sozialkontakt mit anderen Hunden hat. Sie lebt zurzeit auch problemlos mit einer anderen Hündin zusammen, sollte es also im neuen Zuhause bereits einen anderen Hund geben, wäre das kein Hindernis. Bei der Wahl einer kompetenten Hundeschule, die dabei hilft an Chandras Problemen zu arbeiten, würden wir den neuen Besitzern natürlich mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Chandra kann die gängigen Grundkommandos, ist ableinbar, kann nach einer Eingewöhnungszeit auch mal eine gewisse Zeit allein zuhause bleiben und Autofahren stellt für sie auch kein Problem dar.

 

Kontakt:

Nina Schön, (02 01) 999 68 33

oder eMail an schoen(at)agtiere.de


 

 

 

Stellungnahme zum Landeshundegesetz NRW

 

Im Februar 2004 wurde ich vom heutigen Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW zugelassen als „Sachverständige nach dem Landeshundegesetz“.  Um als Sachverständige zugelassen zu werden musste ich einen selbst ausgearbeiteten Sachkundenachweis sowie meine Vorstellungen über den Ablauf eines Verhaltenstests einreichen. Nach der Genehmigung dieser Unterlagen nahm ich an einer mehrstündigen Prüfung im Landesamt teil, die ich erfolgreich absolvierte.

Als „Sachverständige nach dem Landeshundegesetz“ wurde ich anerkannt zur Abnahme von Verhaltensprüfungen für Hunde bestimmter Rassen gemäß § 10 Abs. 1 LHundG NRW und zur Abnahme von Sachkundenachweisen für Hunde bestimmter Rassen und für große Hunde (sog. 20/40 er Hunde).

Im Jahr 2009 wurde diese Genehmigung verlängert bis zum 31.03.2014

 

Meinem damaligen Wunsch diese Tests durchführen zu dürfen lag der Gedanke zugrunde, zumindest einige der so genannten „Kampf – oder Anlagehunde“ vor den zum Teil grausamen Verhaltenstests der örtlichen Behörden zu bewahren.

 

Fast 7 Jahre sind seither vergangen, viele dieser Prüfungen wurden durchgeführt und die Hundwelt hat sich seitdem sehr verändert.

Zum heutigen Zeitpunkt kann ich mich als verantwortungsbewusster Hundehalter und Hundetrainer nicht  mit der Durchführung und der praktischen Umsetzung des Landeshundegesetzes identifizieren. Ich empfehle jedem Hundehalter sich das derzeitige LHundG NRW aufmerksam durchzulesen. Als weitere Lektüre bieten sich dazu die ordnungsbehördliche Verordnung zur Durchführung des Landeshundegesetzes NRW (DVO LHundG NRW) und die Verwaltungsvorschriften zum Landeshundegesetz (VV LHundG NRW) RdErl. Des Ministeriums für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz – VI-7 – 78.01.52 – vom 02.05.2003 an. Die, oft positiven, Ansätze in den Verwaltungsvorschriften lassen jedoch einiges an Ermessensspielraum der einzelnen Behörden zu, die heute dazu führen das von einer objektiven Beurteilung eines Hundes keine Rede mehr sei kann.

 

In den letzten Jahren hat sich rund um das LHundG NRW und seine Durchführung ein „Expertentum“ gebildet, dessen Fachkompetenz ich rundweg bezweifle. Häufig werden menschliche und fachliche Defizite durch wohlklingende Titel überdeckt die, bei näherem Hinsehen, wenig bis gar nichts über die jeweilige Qualifikation des Menschen aussagen.

Die Frage wer denn nun als sachverständig oder fachlich kompetent angesehen werden kann, wird auch in den nächsten Jahren sicher nicht hinreichend geklärt werden können.

 

Solange jedoch eine einheitliche Beurteilung eines Hundes unter Berücksichtigung des arteigenen Verhaltens und  des jeweiligen Falles nicht gewährleistet ist, bin ich nicht mehr bereit diese Praxis mit zu tragen. Ich weigere mich zu akzeptieren das Hunde während der Verhaltensprüfungen äusserst  provozierenden Situationen ausgesetzt werden die dazu führen das sie in Abwehr- und Verteidigungsverhalten gedrängt werden. Abgesehen davon das Hunde in diesen Situationen entsprechende Lernverknüpfungen machen können, die sich auf ihr weiteres Leben auswirken können ist diese Praxis für mich ethisch nicht vertretbar.

 

Aus diesen Gründen gebe ich bekannt, das ich ab sofort keine Verhaltensprüfungen mehr durchführen werde.

Weiterhin werde ich keine der so genannten „Anlagehunde“ mehr auf eine Verhaltensprüfung bei den amtlichen Behörden vorbereiten. Ich sehe es nicht als meine Aufgabe Hunde auf ein Leben vorzubereiten in dem sie sich alles von jedem gefallen lassen müssen.

Selbstverständlich bin ich der Meinung das Hunde gut erzogen und optimal auf das Leben in unserer menschlichen Gesellschaft vorbereitet werden müssen. Auf gar keinen Fall dürfen sie zu einer Gefahr für die Öffentlichkeit werden. Deshalb sehe ich es als meine Aufgabe besonders die Menschen wieder zu einem größeren Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Lebewesen Hund, aber auch gegenüber ihren Mitmenschen zu führen.

Hunde „bestimmter Rassen“ , für die ein Verhaltenstest bei einer „sachverständigen Stelle“ (anerkannte Hundeschule) angestrebt wird, bereite ich weiterhin gern auf diesen Test vor und stehe bei der Vermittlung an einen kompetenten Prüfer gern zur Verfügung.


 

 

 

 

 

Unser Fotoshooting...

 

Im September 2009 verabredeten wir uns mit der Fotografin Meike Böhm zu einem Fotoshooting mit unseren Hunden. Das war sicherlich kein leichtes Unterfangen, zu dritt sind unsere Hunde leider das "Trio Infernale" . Dementsprechend aufregend waren die Aufnahmen, unsere drei Pelznasen haben gemeinsam echt "die Sau rausgelassen". Ein großes Kompliment an Meike Böhm: In all dem Chaos war sie die ruhigste von allen und hat ihre Aufgabe wirklich professionell erfüllt. Schnell hat sie Zugang auch zu unserer Lena bekommen, die in all ihrer Angst ja nicht so einfach zu handeln ist. Jeder der sie kennt weiß wovon ich rede. Aber selbst Lena hatte Spass an den Aufnahmen und wir haben wunderschöne Fotos von ihr bekommen. So gut hat sie noch niemand getroffen! Natürlich bin ich auch stolz auf Lena, die viele Situationen mit einer Ruhe hingenommen hat die früher nicht möglich gewesen wäre. Wurde es ihr zuviel hat sie sich einfach weggedreht und ist gegangen. Applaus für Lena! Und Applaus für Meike, die ihr das Gefühl gegeben hat auch Gehen zu können! Und nochmal Applaus für Meike die unsere Aufregung und das daraus resultierende Chaos so souverän und frohgelaunt gemeistert hat!

Nachfolgend ein paar Fotos aus dem Shooting:


Der Focke

 

 

 

 

Lena

 

 

 


Dat Shina