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Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere vierbeinigen Freunde vor, die uns ein Stück weit begleiten durften, die wir dann aber schweren Herzens gehen lassen mussten. Wir sind traurig, dass Sie nicht mehr bei uns sind, aber auch glücklich und dankbar dafür, dass wir sie kennen - und lieben lernen durften. Wir werden sie nie vergessen, für immer werden sie in unseren Herzen weiterleben.
Die Geschichte vom Hansi

Ende August 2010 lernte ich im Bochumer Tierheim den deutschen Schäferhund „Hansi“ kennen. Die Tierheimleitung war auf mich zugekommen und bat mich ihren Pflegerinnen ein paar Tipps im Umgang mit schwierigen Hunden zu geben. Im Rahmen dieser Tätigkeit lernte ich Hansi kennen.
Hansi war ein 4-jähriger Deutscher Schäferhund, der von seinem lebensbedrohlich erkrankten Besitzer im November 2009 im Tierheim abgegeben wurde. Schnell stellte sich heraus das Hansi offensichtlich nie Grenzen aufgezeigt bekommen hatte, über eine dementsprechend niedrige Toleranzschwelle verfügte und erhebliche Probleme zeigte sobald er in frustrierende Situationen kam. Salopp ausgedrückt: Mit Hansi war nicht gut Kirschen essen!
Von November 2009 bis Ende August 2010 hat es niemand für nötig befunden sich mit diesem Hund zu beschäftigen. Das bedeutet er war in diesen ganzen Monaten ohne jeglichen menschlichen Kontakt.
Für mich stellte sich schnell heraus das dieser Hund über einen überdurchschnittliche Intelligenz verfügte und ich bot an ehrenamtlich mit ihm zu arbeiten. Zu Beginn konnte ich dies nur von außen durch die Gitter. Offensichtlich hatte Hansi 2 Dinge gelernt: 1. Alles das was ich nicht haben möchte, halte ich mir dadurch vom Leib, das ich denjenigen der es von mir möchte, mal ordentlich mit Hilfe meiner Zähne einschüchtere.
2. Alles das was ich unbedingt haben möchte, bekomme ich dadurch, das ich denjenigen der es hat mal ordentlich mit Hilfe meiner Zähne einschüchtere.
Es ging zunächst also erstmal um das akzeptieren von Grenzen. Als ich das erste Mal, gesichert durch einen Schutzanzug in seinem Auslauf war, ging so lange alles gut wie keine Leckerchen im Spiel waren. Sobald er spitz hatte, dass ich Leckerchen am Mann hatte, wollte er sie haben, griff nach dem Ärmel der Jacke und zog daran. In zusammengerechnet ca. 5 Zeitstunden waren wir soweit fortgeschritten, das ich eine Bauchtasche, gefüllt mit Leckerchen dabei haben konnte. Ebenso war es kein Problem mehr ein Spielzeug in der Hand zu halten und ihn warten zu lassen bevor er es sich nehmen durfte. Er ließ sich auf Abstand halten, machte „Sitz“ bevor er etwas für ihn erstrebenswertes bekam und ich konnte ihn problemlos ausbremsen, wenn die Pferde mal mit ihm durchgingen. Im Laufe des Trainings baute sich ein Vertrauensverhältnis zwischen mir und Hansi auf und so konnte ich ihn ab Anfang Februar 2011 auch endlich anfassen, ohne das Gegenwehr bestand.

Zu diesem Zeitpunkt ließen die verantwortlichen Ansprechpartner durchblicken das sie nicht der Meinung seien, das der Hund Fortschritte macht. Außerdem sei es mehr als fragwürdig ob Hansi die Verhaltensweisen die er mir gegenüber zeigt (wo er doch keine Fortschritte machte???) auch auf andere Personen übertragen würde. Dieses Argument konnte schnell widerlegt werden, innerhalb von 2 Trainingseinheiten arbeitete er mit seiner Pflegerin genauso wie mit mir. Auch von ihr ließ er sich anfassen. Im Kopfbereich zeigte sich eine starke Empfindlichkeit gegenüber Berührungen, die aber ebenfalls nach 2 weiteren Trainingseinheiten überwunden wurde. Während der letzten, gemeinsamen Trainingseinheit am 09.03.2011 konnte Frau Schmidt ihn im gesamten Kopfbereich berühren und kurzen Kontakt über das Halsband herstellen. Später ließ er sich von ihr anleinen, aus der Hand füttern und am ganzen Körper berühren.
Parallel zu meinem kostenlosen Training mit Hansi konnten wir einen prominenten Paten für ihn gewinnen, der die Futterkosten für ein Jahr im Voraus für ihn spendete.
Die von mir angeregte tierärztliche Untersuchung, die ebenfalls aus Spenden bezahlt worden wäre, wurde von der Tierheimleitung rundweg abgelehnt. Man sei nicht bereit für diesen
Hund auch nur einen Cent auszugeben, da er ja eh nicht vermittelbar sei und keine Fortschritte mache.
In der Zwischenzeit hatte man, durch Hinzuziehung einer „externen Sachverständigen gemäß Par.6 Abs. 3c“ beschlossen Hansi im Schutzdienst testen zu lassen. Es sei schließlich wichtig zu wissen ob der Hund das „aggressive“ Verhalten aus Selbstschutz zeige, oder weil er es einmal gelernt hatte. Welche Lernerfahrung dieser Hund dabei machen würde, wurde von mir dargelegt, aber leider ebenfalls nicht verstanden. Im Zuge dieser Diskussion wurde bereits klar, dass mit sachlicher, fachlich begründeter Argumentation nichts zu gewinnen war.
Obwohl meine bisherige, auf Vertauensaufbau basierende Arbeit damit hinfällig zu werden drohte, arbeitete ich weiter Hansi und seiner Pflegerin.
  
Am 11.03.11 wurde der „Ethikrat“ des Tierschutzvereins, einberufen um über die Zukunft unter anderem von Hansi zu entscheiden.
Durch den zuständigen Amtsveterinär bekam ich Anfang Februar die Information das in diesem Rahmen darüber entschieden werden solle ob Hansi im Schutzdienst getestet werden solle.
Die Entscheidung sah dann allerdings ganz anders aus: Bereits in der kommenden Woche soll Hansi getötet werden. Begründung: Das kinderlose Ehepaar mit 2.000 qm eingezäuntem Grundstück sei eh nicht zu finden und somit habe der Hund keine Chance auf Vermittlung. Außerdem wolle niemand die Verantwortung auf sich nehmen, falls der Hund irgendwann, irgend jemanden beißt. Sollte diese Begründung Schule machen, mag ich mir gar nicht ausdenken welche Folgen sie hat...
Zu dem nun eingetretenen Sachverhalt äussere ich mich wie folgt:
Durch den deutschen Schäferhund Hansi sind während seines Aufenthaltes im Bochumer Tierheim keine Menschen zu Schaden .
Der deutsche Schäferhund Hansi hat im Laufe des von mir durchgeführten Trainings zu Beginn kleine, gegen Ende des Trainings große Fortschritte in seiner handelbarkeit gemacht, konnte also durchaus als therapierbar bezeichnet werden.
Der deutsche Schäferhund Hansi hatte „Taschengeld“. Auf sein Konto wurde das Futtergeld für ein ganzes Jahr durch einen prominenten Paten eingezahlt. Er verursachte somit keine zusätzlichen Kosten für das Tierheim.
Die von mir angeregte tierärztliche Untersuchung wäre ebenfalls aus Spendengeldern finanziert worden und hätte ebenfalls keine zusätzlichen Kosten für das Tierheim verursacht. Gleichzeitig habe ich mich zur Verfügung gestellt die Betreuung des Hundes an diesem Tag zu übernehmen. Somit wäre auch kein zusätzlicher Aufwand für das ohnehin überlastete Tierheimpersonal angefallen.
Für den deutschen Schäferhund Hansi bestand die Möglichkeit ihn ian eine andere Stelle, außerhalb des Einzugsgebietes der zuständigen Veterinärbehörden, zu verlegen.
All diese Punkte waren dem „Ethikrat“ des Tierschutzvereins Bochum bekannt. Trotz dieses Wissens wurde die Tötung des deutschen Schäferhundes Hansi beschlossen.
Unter Berücksichtigung der in jeglicher Hinsicht positiven Entwicklung für den deutschen Schäferhund Hansi ist die Entscheidung des „Ethikrates“ für mich in keinster Weise nachvollziehbar.
Sie zeigt allerdings wie wichtig es ist sich gegen Willkür zu wehren. In dieser Woche ist es Hansi – wer wird es in der nächsten Woche sein?
Wenn nun schon gesunde Hunde getötet werden, die durchaus eine 2. Chance haben könnten, was ist mit all den tatsächlich auffällig gewordenen Hunden? Der Willkür sind Tür und Tor geöffnet!
Die fachliche Kompetenz der Entscheidungsträger stelle ich, besonders in diesem Fall Hansi, rundweg in Frage. In diesem speziellen Fall haben Menschen über den Tod eines Lebewesens entschieden die über keinerlei fundierte, kynologische Ausbildung verfügen.
Hansi wird sicherlich nicht der letzte Fall sein.
Wie sieht es im Rest von NRW aus? Sind wir bald alle der Willkür von „Halbexperten“ und Behörden ausgeliefert? Wann stehen wir endlich auf und wehren uns? Es ist Zeit. Es ist bereits fünf nach zwölf!
Heute, am 14.03.2011 wurde Hansi getötet. Das Gesprächsangebot der zuständigen Behörden wurde geschickt umgangen. Mehrere Anrufe beim Veterinäramt waren fruchtlos, da der zuständige Ansprechpartner „in einer Sitzung“ oder „ausser Haus“ war.
Ich kann nur hoffen, das Hansi auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke auf verständnisvollere Menschen trifft, hier bei uns hatte er nur wenige Fürsprecher, die zudem nicht gehört wurden.
Pepe, der Dackel
Pepes Geschichte begann für uns im Sommer 2001. Draußen war es seit Tagen brütendheiß, Mensch und Tier bewegten sich nur soweit es unbedingt nötig war und alle suchten Schutz vor der brennenden Sonne.
Gegen Abend erreichte uns ein Notruf der Polizeileitstelle, dass ein Ehepaar einen völlig verwahrlosten, kleinen Dackel gefunden habe. Dieter Watbled begab sich sofort zum angegebenen Einsatzort. Was er dort vorfand war selbst für ihn schier unbegreiflich. Ein kleiner, bis auf die Knochen abgemagerter Zwergrauhaardackel hielt sich in den Armen der Frau gerade noch aufrecht. Zwei völlig aufgeregte und in einen Streit verwickelte Männer standen daneben. Es stellte sich heraus, das das Ehepaar den kleinen Hund im Vorgarten eines Hauses, an einer Teppichstange festgebunden, gesehen hatte. Der Zustand des Hundes rührte sie derart, das sie beherzt über den Zaun kletterten und den Hund "entwendeten". Anschließend riefen sie sofort die Polizei an und meldeten den Vorfall. Bis Dieter Watbled am Einsatzort angekommen war, hatte der Eigentümer des Dackels mitbekommen was passiert war und stand nun dabei um die sofortige Herausgabe seines Hundes zu verlangen. Dieter Watbled rief sofort zwei Streifenbeamte zu Hilfe um die Sicherstellung des armen Dackels zu veranlassen. Nachdem dies geschehen war fuhr er mit dem Dackel sofort zu unserer Tierärztin, um ihn untersuchen zu lassen. Bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass der Dackel nicht nur bis auf die Knochen abgemagert war, er hatte auch kaum noch Fell, offene Wunden am ganzen Körper, in denen sich bereits die Maden tummelten, ihm fehlte der halbe Unterkiefer und anstelle von Zähnen tummelten sich auch bereits die Maden in seinem kleinen Mäulchen. Außerdem war er mit Ungeziefer aller Art übersät. Mühsam wurden die Maden und die Fliegeneier abgesucht, und er wurde gebadet. Der kleine Kerl hatte einen solchen Durst, dass er das dreckige, mit Ungeziefer verseuchte Badewasser trinken wollte. Nachdem seine Wunden versorgt waren, musste er die Nacht im Tierheim verbringen, da er am nächsten Morgen dem Amtstierarzt vorgestellt werden sollte. Der Amtstierarzt verhängte für die Eigentümer sofort ein Tierhalteverbot, nur was mit Dackelchen geschehen sollte war völlig unklar. Letztendlich beschlossen wir ihn bei uns aufzunehmen um ihn wieder aufzupäppeln. Zu diesem Zeitpunkt gab kaum jemand 5 Cent für das Leben dieses kleinen Kerls.

Beim Tierarzt Im Tierheim
Alle Menschen, die ihn in dieser Zeit kennen lernten, rührte er mit seinem Lebenswillen und seiner Lebensfreude zu Tränen. Seine Augen waren trüb, so dass wir alle dachten er sei auch fast blind, er war taub und konnte vor Schwäche kaum laufen - aber er freute sich tierisch, wenn Menschen ihn ansprachen und nett zu ihm waren. Das kleine, nackte Schwänzchen ging und er torkelte auf jeden freundlich zu.
Wir gaben ihm den Namen Pepe, denn nichts, noch nicht einmal sein Name, sollte an sein vorheriges Leben erinnern. Mit vielen, kleinen Miniportionen täglich erholte er sich nach und nach, nahm wieder an Gewicht zu und auch sein Fell wuchs wieder. Inzwischen musste er sogar zum Friseur, weil es so lang geworden war. In den ersten Tagen nach seiner Ankunft mussten wir immer wieder Maden aus seinem kleinen Mäulchen sammeln und auch die Wunden platzten immer wieder auf. Nach und nach verheilten sie aber auch und selbst seine Augen wurden wieder viel klarer. Heute lebt er immer noch bei uns, ist ein lustiger, frecher kleiner Dackel und behauptet sich erfolgreich in unserer Gruppe von mittlerweile 7 Hunden. In dieser Gruppe ist er körperlich mit Abstand der kleinste, aber sie sollten ihn mal erleben, wenn ihm aus Versehen einer der Großen auf die Füße tritt. Na die können sich freuen das er keine Zähne mehr hat.......
Unsere Nachforschungen ergaben, dass Pepes Frauchen verstorben war als er bereits 14 Jahre alt war und er so an ihre Angehörigen "vererbt" wurde. Diese Menschen banden ihn im Vorgarten fest und überließen ihn seinem Schicksal.
  


Seit dem28. April 2003 leuchtet ein neuer Stern am Himmel. Der liebenswerte, kleine Pepe hat sich mittags auf den Weg über die Regenbogenbrücke zu seinem ersten Frauchen gemacht....
Pinocchio

Mit ihm begann alles. Im März 1992 wurde er ins Bochumer Tierheim eingeliefert. Schnell hatte er sich dort einen denkbar schlechten Ruf eingehandelt, weil er sich sehr schlecht gegenüber den Pflegern benahm.
Als ich eines Tages vor seinem Zwinger stand, sah ich einen großen, imposanten Hund der um seinen Hals ein Kettenhalsband, ein Lederhalsband, ein Stück durchgebissene Leine und ein Vorhängeschloß trug. All diese Utensilien trug er seit seiner Einlieferung, niemand hatte es geschafft ihn davon zu befreien. Für mich war es Liebe auf den ersten Blick, obwohl er sich auch mir gegenüber nicht freundlich zeigte. Ich stand vor ihm und hatte nur einen Gedanken: Wenn es mir gelingt das Vertrauen dieses Hundes zu gewinnen, dann habe ich einen tollen Hund!!!
Einige Tage später zog Pinocchio bei uns ein und eine turbulente Zeit begann. Unsere beiden anderen Hunde und unseren Kater hätte er gern gefressen und wenn wir ihm begreiflich machen wollten, daß er das nicht durfte, dann bekamen wir mit ihm ziemlichen Ärger. Die Spaziergänge mit ihm arteten zu regelrechten Abenteuern aus, alles was sich bewegte, griff er an. Zunächst versuchte ich mit traditionellen Methoden daran etwas zu ändern. Damals wußte ich es noch nicht besser. Das Ergebnis war mehr als mager - ich erreichte lediglich, das Pinocchio immer schlimmer wurde. So hat er dafür gesorgt, daß ich mich nach alternativen Wegen im Umgang mit Hunden umschaute. Zunächst stieß ich dabei auf den Tellington Touch und gemeinsam absolvierten wir eine 3-jährige Ausbildung bei Linda Tellington-Jones. Dort lernten wir viele Menschen und Hunde kennen, die mir ein völlig neues Verständnis für unsere Hunde und ihre Bedürfnisse nahe brachten. Die Tür zu einer ganz neuen Welt öffnete sich. Pinocchio und ich wurden endlich zu einem Team, das vertrauensvoll zusammenarbeitete.
Viele Jahre noch lebten wir in einer harmonischen Gemeinschaft und überstanden gemeinsam so manche Stürme. Die Tellington-Touch Ausbildung, gemeinsame Urlaube in Ostfriesland, eine überlebte Magendrehung - all diese Erlebnisse schweißten uns regelrecht zusammen. Mit zunehmendem Alter bestach er immer mehr durch seinen Charme und seine Würde.
Am 12. Juli 2003, im Alter von ca. 13 Jahren mußten wir schweren Herzens Abschied nehmen.
Pinocchio kam mit einer großen Aufgabe im Gepäck zu uns - er sollte mich zu einem anderen, besseren Verständnis für unsere vierbeinigen Freunde führen. Diese Aufgabe hat er erfüllt und die Erinnerung an ihn wird immer lebendig bleiben. So viel hat er mir beigebracht, so viel durfte ich von ihm und mit ihm lernen.


Shadow

Nie wollte ich einen Golden-Retriever!!! Aber wie so oft im Leben kam dann alles ganz anders. Im Sommer 2000 kam Shadow, im Alter von 5 Jahren als Notfall zu uns. Eigentlich nahmen wir ihn nur als Pflegefamilie bei uns auf, um ihn dann an nette Menschen weiterzuvermitteln. Doch da hatten wir die Rechnung ohne Shadow gemacht - wie schnell hat er uns um alle vier Pfoten gewickelt. Schon nach 3 Wochen stand fest: Dieser Hund wird für immer bei uns bleiben! Wie kurz "für immer" sein sollte wußten wir damals noch nicht.
Shadow entwickelte sich zum ruhenden Pol in unserer gemischten Familie. Souverän und ruhig führte er unsere Gruppe, wurde zum besten Freund auf langen, entspannten Spaziergängen und zum absolut verläßlichen Partner bei der Arbeit. Wir wurden unzertrennlich und er trug seinen Namen bald zurecht. Wo ich war, war Shadow, ganz ruhig, ohne aufdringlich zu sein. Seine Gegenwart habe ich immer nur genossen, ohne viele Worte verstanden wir uns.
So viel Freude hat er in unser Leben gebracht, immer gut gelaunt, immer zu "Döneckes" aufgelegt. Blond war er eigentlich selten, zu gern hat er sich dafür in jeden Matsch geworfen und gewälzt. Bei den Kunden und ihren Hunden war er schnell beliebt, vor allem wegen seiner ruhigen und souveränen Ausstrahlung. Seine kleinen Macken haben wir gern in Kauf genommen, zu groß und zu zahlreich waren seine positiven Eigenschaften.
"Für immer" dauerte leider nur bis zum Frühjahr 2004. Von einem Tag zum anderen bekam Shadow hohes Fieber und die Diagnose lautete Leberkrebs im Endstadium. Schon eine Woche später mußten wir Abschied von ihm nehmen. Dieser beeindruckende Hund hatte die Krankheit bis zum Letzten vor uns verheimlicht. Der Abschied von ihm fiel besonders schwer, viel zu früh mußten wir uns trennen. Alle die ihn kannten sind noch heute fassungslos, viele Menschen trauern um ihn. Die große Anteilnahme all unserer Freunde und Kunden hilft uns ein wenig diesen Verlust zu verarbeiten und wir bedanken uns ganz herzlich dafür.


Tina

Vor etwa 12 Jahren lag sie völlig erschöpft mitten in Bochum auf einem Bürgersteig und wollte einfach nicht mehr weiter. Im Tierheim angekommen wurde eine schwere Viruserkrankung diagnostiziert und die junge Dame ( ca. 1 Jahr alt) wurde liebevoll wieder hochgepäppelt. Niemand vermisste sie und so war es nur noch eine Frage der Zeit wann sie bei uns einziehen würde.
12 Jahre hat sie uns begleitet, hat sich von der jungen, etwas schüchternen Dame zu einem echten Rottweiler (ziemlich baselig) und später zur "Königinnenmutter" entwickelt. Ihre manchmal etwas stoische Ruhe war wohltuend in unserem oft turbulenten Haushalt. Auch sie hat des öfteren das Training mitgestaltet, unübertroffen war ihre Fähigkeit rüpeligen Junghunden etwas Benimm beizubringen.
Auch Tina gehörte zu unserem Blutspendeteam und so hat sie im Laufe ihres Lebens dem ein oder anderen Hund das Leben retten können.
Häufig haben wir nur den Kopf geschüttelt über ihr Hobby: ein echtes Rottweilerchaos in der Wohnung anrichten! Dabei konnte es schon mal passieren, dass sie vergaß das sie unter dem Tisch lag. Beim Aufspringen wurde der Tisch dann halt versetzt und alles, was auf dem Tisch stand, viel halt herunter. So war sie - und heute wünschten wir der Tisch würde noch mal versetzt.
Am 4. April 2004, kaum 3 Wochen nach Shadow, ist auch für Tina der Tag des Abschieds gekommen. Bestimmt haben Pepe, Pinocchio und Shadow sie abgeholt und gemeinsam tollen sie nun über die große Wiese im Hundehimmel. Uns bleiben viele, liebevolle Erinnerungen an Tina.

Bärchen

Ein Rotti-Leben ist am 29. September 2004 zuende gegangen. Bärchen wurde mitten aus dem Leben gerissen, er rannte fröhlich durch den Garten, fiel plötzlich um und starb. Er ist genauso gestorben, wie er sein Leben gelebt hat: Immer mit Volldampf.
Auch er war 12 Jahre bei uns. 12 recht komplizierte Jahre, die nicht immer einfach waren. Gewissenlose Menschen hatten ihn sehr wahrscheinlich zum Kämpfen abgerichtet. Alles was 4 Beine hatte, hätte er am Liebsten umgebracht. Die einzigen Artgenossen mit denen er sich verstand, waren Alderich, Tina und Pinocchio, die Hunde, die da waren als er zu uns kam. Er führte ein Leben in Sicherheitsverwahrung, Spaziergänge waren nur spät in der Nacht und unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitsmaßnahmen möglich.
Menschen liebte dieser, trotz allem, sehr fröhliche Hund über alles. Jeder Besucher kann davon ein Lied singen, er lutschte ihnen regelrecht "ein Loch ins Knie".
Obwohl das Leben mit Bärchen sehr schwierig und manchmal sehr aufregend war, vermissen wir unseren "Hans Dampf in allen Gassen" sehr. Es fehlt das Beben der Fußböden, wenn er abends ins Haus kam und uns mit seiner Liebe quasi überwältigte. Es fehlen die aufregenden Ausflüge mit ihm, es fehlt sein fröhliches Gehopse und Gespringe (auch wenn es manchmal genervt hat - was man verloren hat merkt man oft erst, wenn es nicht mehr da ist). Wir wünschen uns, dass er jetzt wieder mit seinen Kollegen Tina, Alderich und Pinocchio über die große Wiese toben kann.
Jenny

Am 2. Januar 2005 hat unsere große, alte Dame sich auf den Weg zu ihren Freunden Alderich, Pepe, Pinocchio, Shadow, Tina und Bärchen gemacht. Sie ist fast 19 Jahre alt geworden und hat die letzten 11 Jahre mit uns verbracht. Als sie mit 8 Jahren zu uns kam hatte sie bereits ein bewegtes Leben hinter sich und war schrecklich verängstigt. Zunächst bemühten wir uns sie an liebe Menschen zu vermitteln, was aufgrund ihrer Ängstlichkeit fehlschlug. Also beschlossen wir ihr bei uns einen schönen Lebensabend zu machen. Dieser schöne Lebensabend währte 11 Jahre lang und in dieser Zeit hat sie uns noch viel beibringen können. Aus dem ehemals sehr ängstlichen Hund wurde im Laufe der Zeit eine selbstbewußte Dame, die bis zum Sommer 2002 sogar noch als Trainingsassistentin mitarbeiten konnte. Dann ging sie "in Rente" und genoß ihr Leben als "Grand old Dame".
In den letzten Jahren hat sie alle, die sie kannten, durch ihre Ruhe, ihr Selbstbewußtsein und ihre Weisheit die sie ausstrahlte, beeindruckt. Es ist eine große und schöne Erfahrung mit einem Hund in diesem Alter zusammenzuleben. Immer war sie guter Laune, zuletzt natürlich etwas ruhiger, das Herz begann Probleme zu machen, Diabetis kam dazu - aber all das konnte ihre Lebensfreude nicht schmälern. Mit 12 Jahren und später noch mit 16 Jahren überstand sie zwei Krebsoperationen, so als ob das gar nichts gewesen wäre. Wir vermissen sie sehr, aber viele, schöne Erinnerungen an diesen großartigen Hund bleiben: Ob bei Ausflügen an den Rhein, beim Spielen mit ihrem großen Freund Pinocchio, beim Aufpäppeln des kleinen Pepe, bei gemütlichen Schmusestunden im Bett - immer war sie dabei und hat Lebensfreude verbreitet.




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