|
Im Alter von 8 Monaten kam ich zu meinen jetzigen Eltern. Meine Geschichte war schon echt haarsträubend. Bereits in diesem Alter hatte ich mich zu einem wirklichen Problemhund entwickelt. Mein Temperament war kaum zu zügeln und ich neigte zu regelrechten Wutausbrüchen. Was meine Rasse angeht streiten sich die Geister: Mal bin ich ein Harzer Fuchs - Mischling, mal ein Siegerländer oder Westerwälder. Auf jeden Fall scheine ich zu einer der Altdeutschen Hütehundrassen zu gehören. Was die Sache für mein Frauchen nicht gerade vereinfacht, denn wir sind schon etwas komplizierter. Na ja, meine Aufgabe besteht jedenfalls darin Frauchen immer wieder auf neue Ideen für das Problemhundtraining zu bringen. Denn eins bin ich ganz gewiß - ein Problemhund. Ich sehe zwar zuckersüß aus, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen.
Inzwischen bin ich 8 Jahre alt und nicht nur ich bin sehr stolz auf mich, sondern auch meine Menschen! Was ich alles gelernt habe... Wenn Besuch kommt kann ich dabei sein, ich kann durch die Stadt gehen, beim Tierarzt im Wartezimmer sitzen, Praktikanten beschmusen und...
ich kann fliegen...
...und auch wieder landen
Anmerkung von Frauchen: Fliegen und Landen sind jetzt nicht so ganz wichtig... Aber in der Tat hat "der kleine rote Ferrari" sich sehr gut entwickelt und so große Fortschritte gemacht wie es niemand für möglich gehalten hat. Sie ist ein so fröhlicher Hund geworden, war maßgeblich an der Erziehung von Shina beteiligt und hat ihre Sache dabei außerordentlich gut gemacht. Lena ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man niemals den Mut verlieren sollte und das es sich immer lohnt am Ball zu bleiben!
Gestatten: Focke Albartus. Im November 2003 in Polen geboren, aus dem Kofferraum heraus verkauft, ca. 8 Wochen wahrscheinlich im Badezimmer gelebt, dann im Tierheim gelandet und nach ca. 2 Monaten von Frauchen dort rausgeholt. Ich bin das Überraschungsei schlechthin. Mal wurde ich als Labrador-Mischling angesehen, dann als Setter-Labbi-Mix, aber jetzt habe ich mich geoutet: Ich bin bestimmt ein Setter-Hovawart-Mischling! Kann schon ganz gut auf Frauchen und alles, was um sie herum ist, aufpassen. Bin auch ganz schön groß geworden. Man nennt mich inzwischen "Das Kalb". Und dabei hatte Frauchen am Anfang Angst, dass ich zu klein bliebe. Ich habe nämlich läuten hören, dass ich der neue, hauptamtliche Trainingsassistent werden soll. Im Moment bin ich allerdings noch viel lieber der "türenknallende Teenager" und kann mir solch eine ernsthafte und verantwortungsvolle Aufgabe für mich noch gar nicht vorstellen. Aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben... Jedenfalls hab ich schon viele vier- und zweibeinige Freunde hier gefunden, wobei ich mit den Zweibeinern ja schon meine Probleme habe. Manchmal machen sie mir schon ziemlich Angst. Frauchen sagt das kommt daher, dass ich in meiner Jugendphase zu wenig Erfahrungen gemacht habe. Ab und zu nimmt sie mich aber schon mal mit ins Training und dann hab ich auch keine Angst, weil ich weiß, dass sie dann auf mich aufpasst und nicht umgekehrt. Man sagt mir nach, ich sein ein Nasengenie. Ich kann euch sagen, es macht aber auch einen Spass verlorengegangene Gegenstände im Wald, oder auf dem Feld wiederzufinden. Und noch mehr Spass macht es, verlorengegangene Menschen wiederzufinden! Mensch bin ich dann stolz! Was aus denen wohl geworden wäre, hätte ich sie nicht gefunden. Bestimmt werdet ihr noch öfter von mir und meinen Abenteuern hören, denn ich bin zur Zeit derjenige, der am meisten Leben in diese Familie bringt!
Ja, und das bin ich heute: Ein gestandener Mann von 6 Jahren. Die ersten grauen Haare machen sich breit, auf die in meiner Rute bin ich besonders stolz. Sie geben mir so etwas erfahrenes, seriöses (grins). Aber alles nur Täuschung! Klar bin ich erfahrener geworden, auch ruhiger (manchmal), aber trotzdem bleibe ich ein ungestümer Bengel. Wo kämen wir denn sonst hin! Ich muss meinem Ruf schon gerecht werden. Wenn ich will bin ich ein traumhafter Assistent, sagt Frauchen. Aber manchmal will ich halt nicht und dann bleib ich lieber direkt zu Hause. Es toben halt 2 Seelen in meiner Brust: Die eine möchte immer nett sein und aufgeschloßen auf jeden zugehen, die andere warnt immer wieder und mahnt zur Vorsicht und Distanziertheit. Das ist nicht so ganz einfach, nicht für mich und auch nicht für mein Frauchen. Trotzdem haben wir jede Menge Spass, manchmal kann man etwas davon unter "News" lesen.
mal bin ich ein ausgelassenes Kind...
mal hab ich eine wichtige Aufgabe...
Hoppla, da bin ich! Mein Lebensmotto! Ich bin der lebende Beweis dafür, dass Labradore über ihre körpereigene LSD-Produktion verfügen: Immer gut drauf, immer fröhlich, für jeden Spass zu haben. Bin schon seit fast 4 Jahren dabei und habe mich zu einem unverzichtbaren Trainingsassistenten gemausert. Gut, ich bin auch mächtig erzogen worden von Focke und Lena, die üblichen Labrador-Allüren habe ich mir schnell abgewöhnen müssen... Aber dadurch kann ich heute sehr gesittet und ruhig auf fremde Hunde zugehen, ich verstehe die Sprache meiner Kollegen prima und kann mich sehr gut anpassen. Im Training... Aber wenn ich privat unterwegs bin, dann zeig ich allen was eine Harke ist, dann kann ich auch durchaus mal zickig sein und gefallen lass ich mir schon gar nix! Das hab ich auch von Focke und Lena gelernt. Manche Menschen behaupten ja ich sei eine Mischung aus Rottweiler und Mensch. Als Labrador sei ich auf jeden Fall nur aus Versehen zur Welt gekommen. Warum nur? Nur weil ich gern mit am Tisch sitze? Oder während Seminaren gern auf dem Stuhl neben meiner Partnerin?
Oder weil ich beim Spielen sehr laut bin? Weil ich dabei oft vor mich hin grummel? Weil ich manchmal vielleicht etwas zu "butt" bin?
Dabei strahle ich doch immer nur eine unglaubliche Lebensfreude aus! Und ehrlich: Alle freuen sich doch und haben Spass, wenn es mir gut geht.
Ach die Welt ist soooo schön bunt und ich bin mittendrin. Gottseidank!
Der ganz besondere Hund eines besonderen Menschen. Finn: Master of Calming Signals, unverzichtbarer Trainingsassistent. Niemand kann Artgenossen so gut einschätzen wie er! Und dabei ein richtig fröhlicher Kumpel. "Großer" Onkel von Focke, er hat ihn quasi großgezogen und ihm dabei auch so manchen Quatsch beigebracht :-)
Finn ist etwas älter geworden, reifer und noch erfahrener. Hier einige aktuelle Fotos vom Master of Calming Signals:
erfahren und gereift...
...tatsächlich?
Na ja...:-)
|